MITWIRKENDE


TEAM


Künstlerische Leitung
Pia Palme ist Komponistin, Künstlerin, Produzentin und Forscherin im Bereich der zeitgenössischen und experimentellen Musik. Sie lebt in Wien. In ihrer Musik verbindet sie Stimmen, Instrumente, Texte, analoge und digitale Materialien und formt Gewächse aus Klang, die zu undurchdringlich dunklen Wäldern verwuchern, barocke Ranken schlingen oder in kargen Steppen ausdünnen. Anregungen dazu findet Pia Palme im kritischen Posthumanismus und Ökofeminismus. Sie arbeitet gerne in kollaborativen Formaten und initiiert Projekte über mehrere Disziplinen und Spezies hinweg. Der Zustand der Erde spornt sie zu sorgfältig konzipierten Arbeiten an, in denen Musik, Körper, Raum und Zeit in Wechselwirkung treten.

Ihr radikales, weltliches und feministisches Requiem BARE BRANCHES wurde mit dem Outstanding Artist Award der Republik Österreich ausgezeichnet. Zuletzt konzipierte und leitete Pia Palme das dreijährige FWF Forschungsprojekt On the Fragility of Sounds an der Kunstuniversität Graz. Das wegweisende und international beachtete Projekt untersuchte Musiktheater und den Kompositionsvorgang aus der Position lebender Komponist:innen. Musik, die dabei neu entstand, wurde bei Ventil Records im Album Fragility of Sounds veröffentlicht; das Album wurde 2022 im Magazin THE WIRE auf Platz 11 der Top-50 des Jahres gewählt. Palmes Essays und Texte wurden zuletzt bei Bloomsbury Academics, UE edition, transcript und Wolke Verlag veröffentlicht.
www.piapalme.at

Produktionsleitung
Stefan Robinig arbeitet seit über zehn Jahren als Kulturmanager mit Fokus auf Musik, Konzerte und Nachhaltigkeit. Seine Projekte spannen sich über diverse Musikrichtungen: von der Neuen Musik über Punk, Pop, Rock bis zur Klassik.

www.stefanrobinig.at



ARTISTS & RESEARCHERS

in alphabetischer Reihenfolge


Anna Barnás wuchs in Wien auf und bekam ab ihrem fünften Lebensjahr Klavier- und Blockflötenunterricht. Zunächst erhielt sie ihren Unterricht in der Musikschule Donaustadt bei Pia Palme und wechselte dann im Jahr 2011 zur Freien Musikschule. Seit 2017 studiert sie bei Univ.-Prof. Mag. Thomas List an der MUK Musik und Kunst Privatuniversität in Wien. Ihr Schwerpunkt liegt in der Alten Musik, insbesondere in den Werken von J.S. Bach. 2019 war sie Teil des Blockflötenensembles für A Midsummernight’s Dream an der Wiener Staatsoper. Anna Barnás musizierte in verschiedenen Ensembles und Orchestern, darunter auch mit den Győrer Philharmonikern.


Christina Bauer ist als freiberufliche Klangregisseurin vorwiegend im Bereich der neuen und experimentellen Musik tätig. Sie studierte Elektroakustik sowie Musikwissenschaft und Slawistik in Wien und Moskau. Mit einer Reihe von Festivals und Ensembles wie Wien Modern, Salzburger Festspiele, Neue Oper Wien, Black Page Orchestra, Klangforum Wien und donaufestival verbindet sie eine langjährige enge Zusammenarbeit.


Anthea Caddy ist Künstlerin und Cellistin. Sie lebt in Berlin und entwirft groß angelegte installative Kunstwerke für multiple Verstärkersysteme, die Klangenergie nutzbar machen und projizieren. In ihren Kunstwerken setzt sie spezielle Medien ein, um räumliche Energie sowie ihre physische Ausbreitung und Projektion zu erforschen und zu hinterfragen. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen sind Installationen und Performances, die räumliche Phänomene in den von uns bewohnten Umgebungen erweitern und offenlegen. In den letzten Jahren hat Anthea in Zusammenarbeit mit dem Künstler und Designer Miodrag Gladović und dem Spatial Media Art Lab in Rotterdam ein Set von Parabol-Lautsprechern entwickelt.


Elisabeth Flunger ist Schlagzeugerin, Komponistin, Performerin und Klangkünstlerin und lebt in Wien. Sie arbeitet als Solistin und in Zusammenarbeit mit improvisierenden Musiker:innen und mit Ensembles für zeitgenössische Musik. Sie wirkt außerdem bei Theater- und Tanzproduktionen mit und gibt Improvisations- und Kompositionsworkshops für Kinder und Erwachsene, sie konzipiert ortsspezifische und themenbezogene Klanginstallationen und Performances. Ihr Lieblingsinstrument ist eine Ansammlung von Metallobjekten, die sie in Konzerten, Rauminstallationen und Performances verwendet. Für dieses Instrumentarium hat sie spezielle Spieltechniken entwickelt und eine Reihe von Solostücken komponiert. 


Das Repertoire der Sopranistin Juliet Fraser reicht von sehr alter bis hin zu sehr neuer Musik. Sie tritt regelmäßig als Gastsolistin mit Ensembles für zeitgenössische Musik auf, darunter etwa Musikfabrik, Klangforum Wien, Ensemble Modern, Plus-Minus Ensemble und Talea. Sie ist Mitglied des Vokalensembles EXAUDI, das sie 2002 gemeinsam mit dem Komponisten und Dirigenten James Weeks gründete.

Juliet Fraser engagiert sich aktiv für zeitgenössische Musik und arbeitet u. a. eng mit Komponist*innen wie Michael Finnissy, Bernhard Lang, Cassandra Miller und Rebecca Saunders zusammen. Zu den Premieren dieser Saison zählen neue Solowerke von Naomi Pinnock, Sivan Eldar, Cassandra Miller, Rebecca Saunders und Christopher Fox, welche bei Festivals wie Essen NOW!, Huddersfield Contemporary Music Festival, MaerzMusik, Manifeste und TIME:SPANS New York aufgeführt werden.

Juliet Fraser ist Gründerin und künstlerische Leiterin von Eavesdropping, einer Festivalreihe in London, sowie Geschäftsführerin von all that dust, einem Label für neue Musik, das sie gemeinsam mit Mark Knoop und Newton Armstrong betreibt. Ihre Diskografie umfasst Morton Feldmans Three Voices (Hat Hut), Bernhard Langs The Cold Trip, Part 2 (Kairos), Michael Finnissys Andersen-Liederkreis (Hat Hut), eine binaurale Aufnahme von Milton Babbitts Philomel (all that dust).


Der in Wien geborene Komponist, Künstler und Musikwissenschaftler Bernhard Gál ist in den Bereichen zeitgenössische Musik, Installationskunst und Medienkunst gleichermaßen vertreten. Neben intermedialen Installationen komponiert er Musik für akustische Instrumente sowie elektroakustische Musik und arbeitet mit zahlreichen Ensembles sowie Musikschaffenden der Elektronik- und Improvisationsszene. Gál leitet das transdisziplinäre Festival shut up and listen! und ist als Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tätig. 2021 wurde er mit einer Dissertation über installative Klangkunst an der Universität Mozarteum Salzburg promoviert. Derzeit leitet Gál das mehrjährige FWF-PEEK-Projekt AUDIO GHOSTS, das sich mit künstlerischer Forschung zu auditiven Illusionen in der Klangkunst auseinandersetzt. Seine Werke wurden mit verschiedenen Preisen bedacht, in Konzerten, Ausstellungen und Installationen international präsentiert und auf etwa 40 Tonträgern sowie mit zwei umfassenden Katalogbüchern dokumentiert.


noid (aka Arnold Haberl) studierte Cello und Mathematik in Wien und unterrichtet MultiMediaArt an der University for Applied Science in Salzburg. Er lebt in Wien. Der Komponist, Soundartist, Improvisator, Cellist, elektronische Musiker versteht seine Arbeit als Grundlagenforschung, die zu einer breiten Palette an widersprüchlichen Ergebnissen führt: Von Cello Solos und Tonbandstücken über Ensemblekompositionen und Improvisationspartituren über Performances mit elektronischen und hybriden Instrumenten bis zu Sound-Installationen, Videos und imaginärer Musik. Auch sein Beitrag als Programmierer zur Musik-Freeware „ppooll“ (ppooll.klingt.org) steht in diesem Zusammenhang.


Karin Hageneder wurde in Oberösterreich geboren. Ihr Musikstudium führte sie zuerst nach Linz an die Anton Bruckner Privatuniversität, wo sie ihren Bachelor of Arts für Block- und Querflöte abschloss. Dann studierte sie am Conservatorium van Amsterdam und erhielt dort ihren Bachelor of Music für Blockflöte. Drei CD- Aufnahmen entstanden mit dem Renaissanceblockflöten-Doppelsextett The Royal Wind Music in Amsterdam. Kürzlich schloss Karin ihren Master of Arts für Blockflöte an der MUK in Wien bei Mag. Thomas List ab. Erfahrungen als Musikpädagogin sammelte sie in verschiedenen Teilen Österreichs: OÖ, NÖ und Wien. Von 2015 bis 2016 erhielt Karin eine Vertretungslehrbeauftragung für die Blockflötenklasse am Joseph Haydn Konservatorium in Eisenstadt. 

Aktuell ist sie als Block-, Travers- und Querflötistin mit dem Barockensemble Fiori Musicali Austria (CD: Mare Mediteraneum) und dem Duo Klangkuss zu hören.


Satu Hakamäki, seit über fünfzehn Jahren als freischaffende Künstlerin* in den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Zirkus und Theater tätig, haben ihren Lebensmittelpunkt in Turku und Helsinki. Bei ihrer Arbeit stellen sie Interaktionen, Empathie und Machtbeziehungen in den Vordergrund. Ihr Traum ist es, als Künstlerin* und Mensch auf offene, ehrliche und präsente Weise zu handeln und zu sein. Hakamäki brauchen für ihre Arbeit Augenkontakt und Berührung. Als Inspirationsquellen dienen ihr verschiedene Orte und Menschen, die Neugierde, Verspieltheit, Abenteuerlust und Erkundungen der Umwelt. Satu Hakamäki arbeiten lieber in einer Gruppe als alleine. Ihre besten Arbeitsplätze finden sie am Meer oder im Wald, aber gelegentlich brauchen sie doch einen ebenen Tanzboden.


Elie Halonen, wohnhaft in Helsinki, arbeiten als bildende Künstlerin*, Bodyworkerin und Performerin. Studien der Bildhauerei als bildende Künstlerin an der Pekka Halonen Art Academy und an der Turku University of Applied Sciences verbinden sie mit ihrer Praxis des Shibari, einer japanisch beeinflussten Seilbondage. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erforschung der Somatik und Materialität des menschlichen Körpers, um Wege und Möglichkeiten zu finden, wie Emotionen skulpturale Formen annehmen können. Wichtig sind ihnen die handwerkliche Ausführung ihrer Arbeiten. Menschliche und pflanzliche Formen, Ökologie, Ökosexualität sowie queere und BDSM-Kulturen sind für sie von großem Interesse.


Susanne Kogler ist Professorin für Musikwissenschaft an der Universität Graz sowie Vorständin des Insituts für Musikwissenschaft und des Instituts für Kunstgeschichte. Studium der Musikpädagogik, der Klassischen Philologie und der Musikwissenschaft, Dissertation zu Sprache und Sprachlichkeit im zeitgenössischen Musikschaffen (Wien, Universal Edition, 2003). Habilitation zu Adorno versus Lyotard: moderne und postmoderne Ästhetik (Freiburg, Alber, 2014). 1996-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lektorin am Institut für Wertungsforschung bzw. Musikästhetik der Kunstuniversität Graz, 2010-2011 Senior Scientist und stv. Leiterin des Zentrums für Genderforschung, 2012-2020 Leiterin des Universitätsarchivs. Susanne Koglers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der zeitgenössischen Musik, der Musikgeschichte des 18.-21. Jahrhunderts, der Musikästhetik und der Gender Studies.


Thomas List studierte Schulmusik, Instrumentalpädagogik und Konzertfach Blockflöte in Wien und Barcelona. Er ist Mitglied mehrerer Ensembles, die auf Alte Musik spezialisiert sind und in ganz Europa konzertieren. Im Jahr 2004 gewann er mit dem Ensemble MIKADO den ersten Preis beim International Young Artist´s Presentation Wettbewerb für Alte Musik (IYAP-EM) in Antwerpen (B). In den letzten Jahren entstanden mehrere CD-Aufnahmen bei den Labels Cavalli, ORF, Gramola, Coviello und Ramée. Im Sommer 2021 erschien die neueste CD des Blockflötenconsorts B-Five mit Consortmusik von Alfonso Ferrabosco.
 Durch die Zusammenarbeit mit Komponist*innen wie Frederik Neyrinck, Anna Trauffer, Angelica Castelló und Carl Rütti entstanden spannende Brücken zwischen Alter und Neuer Musik. Thomas List unterrichtet seit 2003 an der Freien Musikschule Wien und seit 2009 betreut er eine künstlerische Klasse an der MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.


Katharina Lugmayr, geboren in Wien, studierte Blockflöte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und an der Musikhochschule Zürich als Stipendiatin der Eidgenössischen Stipendienkommission.

Ihre zahlreichen nationalen und internationalen Auftritte erfolgten u. a. als Solistin mit dem Wiener Kammerorchester, mit dem Mozarteumorchester Salzburg unter Frans Brüggen bei den Salzburger Festspielen, mit dem RSO Wien, dem Ensemble Anton Webern unter Claudio Abbado, dem Concentus Musicus Wien, der Wiener Akademie, mit Cantus Cölln, mit Il Pomo d´oro im Theater an der Wien, dem Ensemble Claudiana im Wiener Konzerthaus, dem Ensemble Kontrapunkte im Musikverein Wien sowie mit dem Forumtheater Zürich und dem Ensemble Aspecte in der Schweiz. Katharina Lugmayr ist Gründungsmitglied des Ensembles Mikado, das regelmäßig bei renommierten Festivals in ganz Europa auftrat, zuletzt mit der Band Die Strottern in der Elbphilharmonie in Hamburg. Sie ist Mitglied des Ensembles Voces Spontane, das sich ausschließlich mit freier Improvisation beschäftigt.

Seit 1998 unterrichtet Katharina Lugmayr an der Universtität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) und ist an der Musikschule Wien tätig. 2011/12 war sie Gastprofessorin an der Kunstuniversität Graz, seit 2021 ist sie Professorin für Blockflöte an der mdw.


Margarethe Maierhofer-Lischka spielt gerne mit den Grenzen des Menschlichen und deren Wahrnehmung und hinterfragt sie: Die gleichen Dinge erscheinen anders, wenn man die Perspektive wechselt, und winzige, banale Phänomene werden einmalig komplex, wenn man sie genauer betrachtet. In ihrer Arbeit erforscht sie diesen Prozess mit allem, was sie zur Verfügung hat: ihrem Körper, Instrument(en), Stimme, Elektronik, Texten oder anderen Medien, und schöpft dabei aus ihrem eigenen Multiversum künstlerischer Sprachen. Improvisation und die Arbeit mit Intuition sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Praxis, ein verkörperter Prozess, der Zuhören, Aufführen, Klang und Bewegung verbindet. Wenn sie auftritt, erfindet sie sich selbst, ihren Körper, ihre Werkzeuge und ihre Umgebung jedes Mal neu und schafft dabei einen gemeinsamen Raum mit allen Lebewesen, die in diesem Raum und zu dieser Zeit präsent sind.


Doris Nicoletti wurde in Graz geboren und erhielt den ersten Musikunterricht am Konservatorium ihrer Heimatstadt. Nach der Matura wechselte sie ans J.M.Hauer Konservatorium Wiener Neustadt und absolvierte gleichzeitig ein Soziologiestudium an der Universität Wien. 2005 setzte sie ihr Flötenstudium bei Barbara Gisler-Haase an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Weitere wichtige LehrerInnen waren u.a. Eva Furrer (Klangforum Wien), Philippe Bernold (CNSMD Lyon) und Chiara Tonelli (Mahler Chamber Orchestra). Nach dem Konzertfachdiplom mit Auszeichnung erhielt sie das Startstipendium für Musik und darstellende Kunst des Bundeskanzleramts, womit ihre engagierte Zusammenarbeit mit der jungen KomponistInnen-Szene und daraus hervorgehende innovative musikalische Projekte unterstützt wurden. In den darauffolgenden Jahren gelang es ihr, dreimal mit verschiedenen Formationen in das Förderprogramm NASOM (The New Austrian Sound of Music) des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) aufgenommen zu werden. Neben dem Ensemble PHACE ist sie aktuell Mitglied von Studio Dan, des Synesthetic Octets, sowie des Ensembles of the Lucerne Festival Alumni. Als Gastmusikerin beim Klangforum und dem RSO Wien, sowie mit diversen kammermusikalischen Formationen konzertierte sie bei wichtigen Festivals, wie den Salzburger Festspielen, dem Lucerne Festival, den Wiener Festwochen, den Münchener Opernfestspielen, der Ruhrtriennale, bei Wien Modern, dem Steirischen Herbst, sowie im Lincoln Center New York, in der Berliner Philharmonie, im Muziekgebouw Amsterdam und dem Wiener Konzerthaus. Von 2014-2020 war sie außerdem Lehrbeauftragte für Flöte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.


Moritz Reifner, aktuell im Konzertfachstudium an der MUK bei Thomas List befindlich, liegt die Ensemblemusik der Renaissance und des Frühbarock besonders am Herzen. Gleichzeitig gilt sein Interesse auch dem vielfältigen Repertoire der zeitgenössischen Blockflötenmusik, wie Auftritte im Kunsthistorischen Museum Wien, im belgischen MATRIX Centrum voor Nieuwe Muziek oder die Uraufführung eines ihm gewidmeten Blockflötenkonzerts im MuTh verdeutlichen.

Nicht nur musikalisch, sondern auch im künstlerischen Management beschäftigt sich Moritz Reifner mit Konzertprojekten und Kulturinstitutionen verschiedenster Art. Die Mitarbeit bei den Salzburger Festspielen, in Grafenegg, bei den GLOBART Tagen der Transformation sowie die Mitbegründung und Organisation eines Jugendorchesters sind nur einige seiner vergangenen sowie anhaltenden Tätigkeiten.


So unterschiedliche Komponisten wie Alfred Peschek und Balduin Sulzer ließen Roland Schueler schon zu seiner Schulzeit in Linz an zeitgenössischer Musik aktiv teilnehmen. Nach einigen Jahren in Bayern, wo er eine Handwerkslehre und seine Gesellenjahre als Geigenbauer absolvierte, zog Roland Schueler nach Wien um dort Violoncello und Instrumentalpädagogik zu studieren. Seit 1999 führt Roland Schueler als Geigenbaumeister seine eigene Werkstatt. Seine musikalischen „Ateliers“ sind neben PHACE contemporary music das Trio EIS und das Ensemble Wiener Collage.


Michaela Schwentner
*in Linz; bildende Künstlerin, Filmemacherin, Kuratorin, Lektorin an der TU Wien, Co-Kuratorin von Ausstellungen und Filmprogrammen, Kuratorin und Organisatorin der Reihe XX Y X

Auszeichnungen & Stipendien:
2023 Staatsstipendium für Medienkunst; Arbeitsstipendium der Stadt Wien
2016 Agents of Confusion! Symposium + Wettbewerb, Joanneum Graz
2007 Outstanding Artist Award für Film des BM für Unterricht, Kunst und Kultur
2004 Crossing Europe Festival Local Artists Award

Einzelausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen, Screenings, Performances (Auswahl): Centre Pompidou Paris, Manifesta 4 Frankfurt, HKW Berlin, Edith-Russ-Haus für Medienkunst Oldenburg, ACF New York, Shedhalle Zürich, CCCB Barcelona, UCLA Los Angeles, Kunsthalle Wien, Secession Wien, Künstlerhaus Wien, Kunsthaus Graz, Kunstraum Lakeside Klagenfurt, Neue Galerie Innsbruck, Wien modern, Viennale, FIDMarseille, B3 Biennale des bewegten Bildes Frankfurt, Sundance Filmfestival, Kurzfilmtage Oberhausen, Transmediale Berlin, Int. Media Art Biennale Wroclaw, EIFF Edinburgh Int. Filmfestival, LIFF London Int. Filmfestival, NYUFF New York Underground Filmfestival, IFFR Independent Filmfestival Rotterdam, EMAF European Media Art Festival Osnabrück


Erich Traxler beschäftigt sich als Cembalist, Organist und Fortepianospieler vor allem mit der Musik zwischen etwa 1600 und 1800. Sein Hauptaugenmerk bei der Interpretation liegt dabei auf der Ergründung des „Musikalischen Handwerks“ als Basis für das Musikschaffen im Barockzeitalter sowie der unmittelbaren Sprachlichkeit in der Musik bis ins 19. Jahrhundert.

Seine Konzerttätigkeit umfasst Auftritte sowohl als Solist auf Cembalo, Orgel und Hammerklavier als auch als Kammermusiker mit verschiedenen Formationen (u. a. L’Orfeo Barockorchester, Ars Antiqua Austria, Ensemble Castor). Bisherige Tourneen führten ihn in die meisten Länder Europas sowie in die USA, Südamerika, Südafrika und Japan. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine Tätigkeit.

Erich Traxler erhielt seine musikalische Ausbildung in Linz und Wien u. a. bei Michael Radulescu, August Humer, Wolfgang Glüxam, Gordon Murray, Brett Leighton und Augusta Campagne. Ein postgraduales Studium führte ihn nach Basel an die Schola Cantorum Basiliensis, wo er wichtige Impulse von Musikern wie Andrea Marcon, Wolfgang Zerer, Jean-Claude Zehnder sowie Jesper Christensen bekam.

Als Organist gewann er 1. Preise bei internationalen Wettbewerben für Orgel (Goldrain/I 2003, Bochum/ D 2005). 2005 bis 2018 unterrichtete Erich Traxler an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Seit 2018 ist er Professor für Cembalo an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien.


Christoph Walder stammt aus Toblach in Südtirol. Sein Studium im Konzertfach Horn begann er 1985 in Innsbruck, setzte es an der Universität Mozarteum Salzburg bei Hansjörg Angerer fort und wechselte 1989 an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zu Roland Berger und Willibald Janeschitz. Die Beschäftigung mit den flexiblen Einsatzmöglichkeiten seines Instruments führte ihn von der historischen Spieltechnik des Naturhorns zu Ensemble- und Kammermusik, von Improvisation in experimenteller Musik und der Erweiterung der Klangmöglichkeiten durch Elektronik hin zu neuen Spieltechniken in der Musik unserer Zeit, die schon früh sein Hauptbetätigungsfeld wurde. Als Hornist des Klangforum Wien ist Christoph Walder seit 1993 an der Verwirklichung vieler neuer Werke beteiligt. Er gestaltete die solistischen Hornpartien u. a. in den Uraufführungen von Matthias Pintschers Sonic Eclipse für Horn, Trompete und Ensemble, von Salvatore Sciarrinos Perturbazione in arrivo nel settore trombe für Horn und Orchester, von Nina Šenks Flux für Horn, Trompete, Akkordeon und Streicher
sowie von Jorge E. López’ Symphonie Fleuve für Horn und Orchester. Christoph Walder unterrichtet Horn in Neuer Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und im Rahmen der gemeinschaftlichen Professur des Klangforum Wien an der Kunstuniversität Graz.