Freitag 13. Februar
Einlass ab 19:00, Beginn 19:30
Elisabeth Flunger:
Die musikalische Murmelbahn: Schwerkraft und Zufall
neues Stück und Installation
Kurztext zum Stück von Elisabeth Flunger:
Die musikalische Murmelbahn ist eine Improvisationsmaschine. Murmeln, Kugeln, Bälle rollen auf einer schiefen Ebene und stoßen an Gegenstände aus Metall. Dabei sind sie dem Zufall, der Schwerkraft, der Trägheit und anderen Naturgesetzen unterworfen. Elisabeth Flunger hat außerdem noch ein paar Spezialeffekte im Gepäck, darunter die Realität, die Wildnis, die Faulheit und die kognitive Fehlleistung.
Roland Schueler:
Staub für Violoncello Solo
Margarethe Maierhofer-Lischka:
chordata für Kontrabass Solo
Margarethe Maierhofer-Lischka zu ihrem Stück:
chordata ist eine alte lateinische Bezeichnung für den Stamm der Wirbeltiere. „chorda“ kann sowohl Wirbelsäule bedeuten als auch Schnur, Faden oder Saite. Diese Doppeldeutigkeit ist der Ausgangspunkt für mein Stück, das in drei Abschnitte gegliedert ist. Die Materialität von Knochen und Holz, Fäden und Saiten bildet die Basis für eine klangliche Erkundung auf der Suche nach Antworten auf die Frage, welche Strukturen und Verbindungsweisen belebte und unbelebte Natur miteinander verbindet (verwirbelt?), und wie sich die Lebendigkeit meines Instruments – die Genealogie des Streichinstruments, welches immer die Erinnerung eines Baums in sich trägt – für mich als Spielerin manifestieren kann.
Karen Power:
Fünf Duette aus den Human Nature Series
für Instrumente nach Klangpartituren, Zuspiel mit prozessierten Fieldrecordings und teilweise mit Video.
Mit Karen Power (Elektronik), Roland Schueler (Violoncello), Elisabeth Flunger (Metallobjekte), Margarethe Maierhofer-Lischka (Kontrabass). Christina Bauer, Klangregie.
Stück Nr. 17 Underworld of Namibia – mit Roland Schueler (Violoncello)
Stück Nr. 15 Monkeys + waterbird of the Amazon – in Situ Video-Performance
mit Lore Lixenberg (Stimme)
Stück Nr. 10 If trees had bellies mit Elisabeth Flunger (Metallobjekte)
Stück Nr. 8 Bats of Namibia – in Situ Video-Performance mit John Godfrey (Elektrische Gitarre)
Stück Nr. 11 A frog and a gecko moment – mit Margarethe Maierhofer-Lischka (Kontrabass)
Gesprächsrunde
zum Thema Wechselwirkungen zwischen Natur, Materie, Technologie, Musik und Umgebung mit den anwesenden Musiker:innen, der Musikwissenschaftlerin Dr. Susanne Kogler, der Komponistin und künstlerischen Forscherin Pia Palme sowie mit dem Publikum.
Human Nature Improvisation
mit Karen Power, Elisabeth Flunger, Roland Schueler, Margarethe Maierhofer-Lischka.
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Moderation: Pia Palme
Künstlerische Assistenz: Ada Günther
Samstag 14. Februar
Einlass ab 19:00, Beginn 19:30
Alexander Babikov:
ordnungen der beobachtung [zwei projektionen]
für elektrische Gitarre + Computer
(Christina Bauer, Klangregie)
Katharina Klement:
MORPHE für Zither und Elektronik
(Christina Bauer, Klangregie)
Ensemble Thomas List, Anna Bárnas, Karin Hageneder, Moritz Reifner: Musik aus der Renaissance von u.a. Jakob Obrecht, Giovanni Gabrieli, John Baldwine, Jaques Arcadelt, Michael Praetorius.
Gesprächsrunde
zum Thema Wechselwirkungen zwischen Natur, Materie, Technologie, Musik und Umgebung sowie über den „Prä-Humanismus“ der Renaissance und den Posthumanismus heute, mit den anwesenden Musiker:innen, der Musikwissenschaftlerin Dr. Susanne Kogler und dem Publikum.
Pia Palme, Sonja Leipold:
VANISHED SHORELINES für mikrototal gestimmte Cembali, Elektronik (prozessierte Fieldrecordings und live-processing), Video und Installation. Mit Sonja Leipold, Cembali, Pia Palme, Elektronik. Christina Bauer, Klangregie.
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Tontechnik und Klangregie: Christina Bauer
Moderation: Pia Palme
Künstlerische Assistenz: Ada Günther
Licht und technische Assistenz: Osvaldo Alvarez